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10.07.2020

Realisierungswettbewerb - 1. Preis

Neubau Mensa der Ludwig-Uhland-Schule in Gießen

Entwurfsidee und städtebauliche Einbindung

Die Positionierung des Mensaneubaus bildet als Gegenpol zum bestehenden Schulgebäude ein eigenständiges, frei geformtes Gebäudevolumen auf der gegenüberliegenden Grundstücksseite des Schulhofes. Durch seine über Eck gesetzte Volumetrie zum Aul- und Wartweg friedet der neue Baukörper den Schulhof gegenüber den beiden Straßen ein und stellt dadurch eine intime und für den Aufenthalt im Schulhof angenehme Atmosphäre her.
Die freie Gebäudeform tritt in Dialog zum nah gelegenen Forschungszentrum und setzt damit einen weiteren zeitgemäßen Baustein in einem durch 50er Jahre Bauten geprägtes städtebauliche Umfeld. Die bewusst gewählte dynamische Formensprache soll die multifunktionale Nutzbarkeit des Neubaus von außen erkennbar machen und einladend auf seine Besucher / Nutzer wirken.
Die derzeit ungenutzte Pausenhalle und das Wohnhaus des Hausmeisters werden abgerissen. An deren Stelle wird der neue Zugang zum Schulgelände zentral zur Gesamtanlage positioniert. Dieser erfolgt nun über den Aulweg mit einer neuen Haltebucht, dem sogenannten „Kiss and Go Bereich“, der einen sicheren Aus- und Einstieg der Schüler aus und in die jeweiligen Verkehrsmittel garantiert.

Alle Zugänge zum Neubau werden vom Schulhof aus vorgesehen, lediglich die Anlieferung für die Küche erfolgt außenliegend vom Aulweg. Durch die Positionierung der Zugänge wird der Schulhof als Mittelpunkt der gesamten Schulanlage betont. Die Ausrichtung der Nutzungen folgt der Gebäudeorientierung:
Während sich das Gebäude zu den beiden Straßen durch die Nebennutzflächen abschirmt, öffnet es sich zum Hofbereich durch die Mensa und dem Betreuungsbereich. Der Grundriss ist so organisiert, dass eine direkte Anbindung des Musikraums und der Schullehrküche durch die Zuschaltbarkeit der beiden kleineren Räume an den Hauptraum jederzeit, durch ein mobiles Trennwandsystem, möglich ist. Auf der Grundlage einer nachhaltigen und klimaschonenden Bauweise ist der Mensaneubau in Holzbauweise geplant. Wände und Decken werden in Massivholz ausgeführt. Nach Erfordernis werden diese durch GK-Plattenverkleidung mit einer Installationsebene versehen.